Reisende Trupps, eigene Pritsche, dein Berichtsheft im Handy. Die Zunft hat neue Gleise — und du gehörst auf eines davon.
Brief auf dem Tisch. Tür im Stand.Vier Sachen, die alle Gesellen kennen, wenn der erste Schwung vorbei ist.
Lohnstufen sind durch. Der Sprung zum Vorarbeiter ist blockiert, weil zwei vor dir sitzen. Du wartest darauf, dass jemand in Rente geht.
Du kannst die Hälfte der Baustellen alleine wuppen. Aber entscheiden darf jemand anders. Werkzeug stellt dir jemand anders. Material bestellt jemand anders.
Der Quereinsteiger mit eigenem Stempel und drei Jahren Erfahrung verdient mehr als du nach sechs. Weil er auf eigene Rechnung arbeitet.
Samstag schwarz für Bekannte: zahlt Spritgeld, mehr nicht. Auf Dauer ist das Sackgasse, kein Stempel.
Das ist kein Traum. Das ist eine Reihe von Schritten, die schon viele vor dir gegangen sind.
Wir arbeiten nach Reihenfolge, nicht nach Bauchgefühl. Erst Aufmaß, dann Bauplan, dann Bau.
Wir geben Wissen frei, weil wir wissen, was wir reden. Wer dich abholt, sollte ehrlich sein.
Dachdecker, Zimmerer, Elektriker, SHK — meisterpflichtig. Solo nur als Subunternehmer für einen Meister, nicht als eigener Anbieter. Fliesenleger, Parkettleger und andere — zulassungsfrei, voller Solo-Stempel möglich.
Wenn du nur für einen Meister arbeitest, dessen Werkzeug nutzt, dessen Auftrag bedienst — Rentenversicherung sieht das als Angestelltenverhältnis. Wir bauen das so, dass dein Stempel echt ist.
Krankenkasse 400–600 € im Monat, Steuerberater 100–200 €, Versicherung 50–150 €. Klingt viel, ist aber bei 45 €/h statt 25 €/h spielend drin.
Subunternehmer für Meister: schneller los, weniger Vermarktung, fester Auftraggeber. Eigener Anbieter: höhere Marge, mehr Aufwand. Im Aufmaß klären wir, was zu dir passt.
Drei Stationen pro Jahr, geführte Route, Berichtsheft im Handy. Du lernst Hand und Stil von verschiedenen Meistern und entscheidest am Ende, wo du dich festsetzt.
Wanderschaft hat seit 800 Jahren funktioniert. Heute wieder, mit ein paar neuen Gleisen.
Sechs Wochen Bayern, sechs Wochen Hamburg, sechs Wochen Schwarzwald. Andere Meister, andere Werkstücke, andere Hand.
Berichtsheft im Handy, Trupp-Karte, Material-Connector über alle Stationen. Du reist, das System trägt mit.
Nach drei Stationen suchst du dir den Betrieb, der zu dir passt. Oder du machst deinen eigenen Stempel auf.
Preise nennen wir nicht im Schaufenster. Erst gucken, was zu dir passt.
Für die, die noch nicht sicher sind.
Für die, die loslegen.
Vor Ort oder per Video. Du erzählst, wo du stehst. Wir gucken, ob's losgehen kann. Kostenlos, unverbindlich.
Wer den Brief hat, kann sich selbstständig machen. Punkt. Mit 22 oder mit 42, das ist Sache deiner Lebenslage, nicht deines Berufsstands. Wir schauen im Aufmaß, ob's gerade passt.
Nichts. 30 Minuten, vor Ort oder per Video. Wir hören zu, du erzählst, wir sagen dir ehrlich, ob der Sprung Sinn ergibt.
Dann geht Solo nur als Subunternehmer für einen Meister. Wir vernetzen dich gezielt mit Meistern, die genau auf Gesellen wie dich angewiesen sind. Eigener Stempel mit Limit, aber echter Stempel.
Nicht zwingend. Viele starten parallel zum Angestelltenverhältnis (Nebengewerbe) und wechseln erst, wenn die ersten Aufträge laufen. Das besprechen wir im Bauplan.
Vom Aufmaß bis Anmeldung: 4 bis 8 Wochen. Bis die ersten Aufträge laufen: 3 bis 6 Monate. Schneller geht, wenn du Vollgas gibst. Langsamer geht auch.
Genau dafür ist das Erstgespräch. Wenn nach 30 Minuten klar wird, dass jetzt nicht der Zeitpunkt ist — sagen wir das. Wir verkaufen dir keinen Stempel, den du nicht brauchst.
Kammer macht Pflicht und Aufsicht. Wir machen Begleitung. Beides braucht's. Wir reden mit der Kammer, nicht gegen sie.