Pfad Quereinsteiger · Wir sind die Tür

Die Zunft
öffnet die Tür.

Kein Stammbaum nötig. Lust am Werkstück reicht. Den Rest lernst du auf der Pritsche.

Bürostecker raus. Werkzeug rein.
Realität

Du sitzt im Büro. Akku auf zwölf Prozent.

Vier Sätze, die du in der Schreibtisch-Schicht kennst.

01

Mail ist weg, Werkstück steht nicht

Freitag um fünf hast du alles abgearbeitet. Du fährst heim und drehst dich um — und siehst nichts, was du gebaut hast.

02

Donnerstagmittag-Müdigkeit

Du kennst den Punkt. Akku auf zwölf Prozent. Stecker schon dran. Aber die Wand mit dem Stecker steht weiter weg, als du kannst.

03

Bürostuhl-Karriere

Du klickst nach oben in Strukturen, statt nach draußen zu wachsen. Drei Beförderungen später bist du immer noch da, wo du dich nicht spürst.

04

Nach fünf Jahren Excel: was bleibt?

Niemand sagt dir, was du eigentlich gebaut hast. Es gibt keine Wand, kein Dach, keinen Schrank. Es gibt nur Mails, die längst ungelesen archiviert sind.

Bolzplatz-Prinzip

Profi-Fußballer werden ein paar. Handwerker wird, wer will.

Beim Fußball siehst du es: Jeder kann mit drei Jahren anfangen. Jeder kann zum Bolzplatz. Profi wird einer von Tausend, aber Spielen darf jeder.

Im Handwerk haben wir das gleiche System. Niedrige Schwelle, eigene Bude am Ende, Werkstück am Feierabend. Die Tür ist da. Wir zeigen sie nur keinem mehr.
Auf den Bolzplatz konntest du immer. Auf die Baustelle auch.
Zielbild

Du hast den Bürojob im Akku-Modus erlebt.

Hier ist, was passiert, wenn du auf die andere Seite wechselst.

Büro
Was du heute kennst
  • !Donnerstagmittag-Müdigkeit, jeden zweiten Donnerstag.
  • !Meeting ohne Entscheidung, Mail ohne Antwort.
  • !Freitagabend ohne Werkstück.
  • !Sonntagabend Resturlaub planen, weil sonst nichts mehr trägt.
Werkbank
Werkbank
Was kommen kann
  • Donnerstag abends Dach dicht. Werkstück steht.
  • Wochenende leer im Kopf statt voll. Bäckerei am Morgen schmeckt anders.
  • Sonntag bleibt Sonntag — kein Vor-Montag-Stress.
  • Du fährst an deinem Werkstück vorbei, in zwanzig Jahren noch.
Stecker ziehen. Werkzeug rein.
Vier Türen

Vier Wege rein. Du wählst.

Du musst nicht alles auf einmal entscheiden. Jede Tür hat ihr Tempo.

01

Praktikum

Zwei Wochen Reinschauen, ohne Vertrag. Du weißt danach, ob's deins ist. Kein Stress, kein Risiko.

02

Direkt-Einstieg ohne Brief

Als Helfer anfangen, on the job lernen, später Brief nachholen. In Anlage-B-Gewerken (Fliesenleger, Parkettleger u. a.) sogar als Selbstständiger möglich.

03

Zweitausbildung

Verkürzte Lehrzeit mit Vorerfahrung. Meist 2 statt 3,5 Jahre. Lohn etwas höher als normal, weil du älter und schon erfahren bist.

04

Walz-Programm

Drei Stationen, ein Beruf. Reisen, lernen, gut verdienen. Am Ende den Betrieb suchen, der wirklich passt.

Was wir tun

Wir sind die Tür, nicht der Lehrer.

Wir vermitteln, wir begleiten, wir bauen Brücken. Lernen tust du auf der Baustelle.

Tun 01

Vermittlung an Partner-Betriebe

Listing, das auf dich zugeschnitten ist. Kein Massen-Bewerbungs-Wahnsinn, kein Anschreiben-Theater. Wir kennen die Betriebe persönlich.

Tun 02

Walz-Programm

Geführte Route durch drei Stationen. Berichtsheft im Handy, Trupp-Karte, Material-Connector über alle Stationen. Du reist, das System trägt mit.

Tun 03

Werkbank-Brief

Alle zwei Wochen Wissen, das du brauchst, wenn du wechseln willst. Was kostet was, welche Gewerke nehmen Quereinsteiger, wo's offene Türen gibt.

Andere haben gewechselt

Andere haben den Stecker schon gezogen.

Echte Geschichten brauchen echte Menschen. Wir sammeln. Sobald die ersten dabei sind, stehen sie hier.

Stimme folgt

Wir sammeln echte Quereinsteiger-Geschichten ab Sommer 2026.

Stimme folgt

Hier kommt die zweite Geschichte, sobald wir sie haben.

Stimme folgt

Dritte Geschichte. Echte Menschen, echte Werkstücke, echte Wege.

Häufige Fragen

Was Quereinsteiger am häufigsten fragen.

Bin ich zu alt fürs Handwerk?

Mit 30, 40, 50 — fast jedes Gewerk nimmt Quereinsteiger. Was zählt: Hand, Kopf, Lust. Wir hatten schon Wechsler mit 47, die heute eigenen Stempel haben.

Was kostet ein Quereinstieg?

Praktikum: nichts. Direkt-Einstieg als Helfer: du verdienst von Tag eins. Zweitausbildung: niedriger als deine alte Stelle, aber du lernst bezahlt. Walz-Programm: kostet je nach Modell — wir rechnen das im Erstgespräch durch.

Muss ich Gehaltseinbußen einrechnen?

Am Anfang ja. Helfer-Stundenlohn liegt bei 13 bis 18 Euro. Nach Ausbildung Geselle: 2.800–3.400 netto in Süddeutschland. Mit Stempel oder Meister deutlich mehr. Bürojob mit Anzug und Pendel: oft weniger netto, als auf der Lohnabrechnung steht.

Was, wenn ich nach drei Monaten merke, es ist nichts für mich?

Dann ziehst du den Stecker wieder andersrum. Kein Drama. Aber: die meisten merken nach drei Monaten genau das Gegenteil — dass sie nie wieder zurück wollen.

Welche Gewerke nehmen Quereinsteiger am liebsten?

SHK, Elektrik, Dachdeckerei, Trockenbau, Maler, Tischler. Eigentlich alle. Wo Personalmangel ist, ist die Tür weit offen. Aktuell ist sie überall weit offen.

Brauche ich vorher eine Ausbildung?

Nein. Du kannst als Helfer anfangen, parallel den Brief machen oder ohne Brief weiterarbeiten. In Anlage-B-Gewerken sogar bis zum eigenen Stempel — ohne Meisterbrief, weil das Gewerk zulassungsfrei ist.